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>> 25.02.2009
Gleichstellungspolitik in Deutschland CEDAW-Ausschuss der Vereinten Nationen zeigt sich zufrieden

Deutschland hat in den vergangenen Jahren wichtige Schritte zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern unternommen. Dies ist das Ergebnis der Anhörung vor dem CEDAW-Ausschuss der Vereinten Nationen am 2. Februar in Genf. Dort hat eine Regierungsdelegation unter Leitung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Entwicklung der deutschen Gleichstellungspolitik seit 2004 vorgestellt.

Besonders mit dem Elterngeld und den Partnermonaten ist die Bundesregierung Empfehlungen des CEDAW-Ausschusses aus dem Jahr 2004 nachgegengekommen. Dass immer mehr Väter die Elternzeit in Anspruch nehmen (Anstieg von 3,5 auf 16 Prozent) sei als klares Indiz für eine gleichgewichtigere Aufgabenverteilung in Familie und Beruf zwischen den Geschlechtern zu werten, so der Ausschuss.
Auch die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt hat sich positiv entwickelt: Die Erwerbstätigenquote der Frauen in Deutschland hat 2007 mit 64,0 Prozent (Eurostat) das Lissabonziel von 60 Prozent deutlich überschritten. Den Ursachen und der Bekämpfung der Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern hat sich das Aktionsbündnis zum "Equal Pay Day" angenommen.

Zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen wurden unter Federführung des Bundesfamilienministeriums mehr als 130 Maßnahmen der Bundesregierung gebündelt. Ausführlich stellte die Delegation das Projekt MIGG "Medizinische Intervention gegen Gewalt (MIGG)" dar, das niedergelassene Ärztinnen und Ärzte im Umgang mit von Gewalt betroffenen Patientinnen unterstützt.
In seinen abschließenden Empfehlungen würdigte der CEDAW-Ausschuss den hohen Frauenanteil in der Bundespolitik: Allein im Kabinett ist der Anteil von Frauen mit einer Kanzlerin und sechs Bundesministerinnen sehr hoch. Mit der neuen Kampagne FRAUEN MACHT KOMMUNE sollen erreicht werden, dass sich mehr Frauen in der Kommunalpolitik engagieren.
Neue Herausforderungen für die Gleichstellungspolitik sind aktuell auch durch die veränderte globale Wirtschaftslage und die steigende Arbeitslosigkeit im Gefolge der Finanzkrise zu erwarten. Schon heute sind in 20 Prozent der Mehrpersonenhaushalte Frauen die Familienernährerinnen. Diese Entwicklung kann die Finanzkrise noch verstärken.

Weitere Infos:
CEDAW-Bericht: Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland auf gutem Weg
www.bmfsfj.de
Sechster Bericht zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder
Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW)
www.bmfsfj.de
Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von
Diskriminierung der Frau (CEDAW

www.bmfsfj.de
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