>> 09.11.2009
Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung
Medienberufe sind begehrt. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Absolventinnen und Absolventen der diversen Medienstudiengänge in Deutschland auf knapp 55.000 pro Jahr verdoppelt. Vor allem junge Frauen haben den Wunsch „irgendwas mit Medien“ machen zu wollen. In den Studiengängen Publizistik oder Medienwissenschaft sind die Studentinnen schon lange in der Mehrheit und auch in den medienrelevanten Ausbildungsberufen sind etwa 50 Prozent der Auszubildenden weiblich.
„Frauen in den Medien“, das neue Dossier auf frauenmachenkarriere.de, stellt einige Medienberufe vor und gibt Tipps für Berufsfindung, Ausbildung und Berufseinstieg. Hierzu hat frauenmachenkarriere.de mit Journalistinnen und Moderatorinnen wie etwa Marietta Slomka, Bettina Böttinger oder Marlies Hesse gesprochen.
Medienbranche stark von männlichen Stukturen geprägt
Immer mehr Frauen stürmen in die Medienbranche und haben dort auf der Karriereleiter deutlich aufgeholt. Dennoch sieht Marlies Hesse (73), Geschäftsführerin des Journalistinnenbundes, die Medienbranche weiterhin stark von männlichen Strukturen geprägt. Im Interview spricht sie darüber, dass die Doppelbelastung durch Familie und Beruf, für Journalistinnen nicht einfach zu bewältigen ist. Angesichts der Medienkrise und der dennoch anhaltenden Nachfrage nach Medienberufen, rät sie jungen Frauen von einer Berufswahl ab, die vor allem dem diffusen Wunsch entspringt „irgendetwas mit Medien“ machen zu wollen.
Diese Einschätzung bekräftigt auch Nachrichtenmoderatorin Marietta Slomka (40): „Der Wunsch, ,irgendwas mit Medien‘ machen zu wollen, alleine ist keine Basis. Menschen, die in den Medien arbeiten, brauchen Fachwissen, von dem sie zehren können.“ Wer das mitbringt und eine gute Portion Hartnäckigkeit, sollte bereits während des Studiums durch freie Mitarbeit, Praktika und Hospitationen versuchen, Übung zu bekommen und einen Bereich für eine Spezialisierung zu finden. Bettina Böttinger (53), Talk-Gastgeberin und Produzentin, antwortet auf die Frage, was Frauen, die in der Medienbranche arbeiten wollen, mitbringen sollten: „Neugier, Menschenfreundlichkeit, Disziplin, Einfühlungsvermögen und auch einen Schuss Ehrgeiz, den Frau braucht.“
Das Beispiel von Tanja Kewes zeigt, dass ein genaues Berufsziel und der frühe Einstieg in die Praxis durch freie Mitarbeit und Praktika erfolgsversprechend sein können. Die 30-jährige geschäftsführende Redakteurin beim Handelsblatt berichtet im Gespräch mit frauenmachenkarriere.de von ihrem Berufsweg und wie es ist, als junge Frau im männerdominierten Wirtschaftsjournalismus eine Führungsposition einzunehmen.
Dass es neben dem Journalismus noch eine Vielzahl anderer Tätigkeiten in der Medienbranche gibt, zeigt ein Überblick über weitere Berufsfelder wie beispielsweise Kamerafrau, Cutterin, Mediengestalterin oder Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste.
Außerdem erzählen die Online-Journalistin Mirja Schröder und die Fotografin Marion Hunger, warum ihre Arbeit für sie jeweils der Traumberuf ist. Letztere betont aber auch, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei vielen Tätigkeiten in der Medienbranche eine große Herausforderung ist: „Es passieren ständig Dinge, die bearbeitet werden wollen, und zwar jederzeit, nicht nur zwischen 9 und 16 Uhr.“
Ein Beitrag über Mentoring-Programme für Journalistinnen sowie eine umfassende Link- und Literaturliste mit Hinweisen zu Verbänden im Medienbereich sowie Studium und Ausbildung runden das Dossier ab: http://www.frauenmachenkarriere.de/Brancheninformationen/Politik_und_Kommunikation/frauen-in-den-medien
Außerdem erzählen die Online-Journalistin Mirja Schröder und die Fotografin Marion Hunger, warum ihre Arbeit für sie jeweils der Traumberuf ist. Letztere betont aber auch, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei vielen Tätigkeiten in der Medienbranche eine große Herausforderung ist: „Es passieren ständig Dinge, die bearbeitet werden wollen, und zwar jederzeit, nicht nur zwischen 9 und 16 Uhr.“
Ein Beitrag über Mentoring-Programme für Journalistinnen sowie eine umfassende Link- und Literaturliste mit Hinweisen zu Verbänden im Medienbereich sowie Studium und Ausbildung runden das Dossier ab: http://www.frauenmachenkarriere.de/Brancheninformationen/Politik_und_Kommunikation/frauen-in-den-medien








