Zum Interview
mit Maud Pagel von der Deutschen Telekom AG.
Wir freuen uns, dass wir unsere Fragen zum Thema Einstellungstest einer Expertin stellen durften und bedanken uns herzlich bei Frau Pagel für das Interview.
Frau Pagel, könnten Sie sich zunächst kurz vorstellen und uns berichten, was Sie beruflich machen und wie Sie dazu gekommen sind?
Leiterin Chancengleichheit & Diversity des Konzerns Deutsche Telekom
Meine Aufgabe kann ich am besten an unserer Vision erklären:
"Im Konzern Deutsche Telekom wird Qualität gelebt. Dabei ist es selbstverständlich, dass alle, Frauen und Männer, ihre Potenziale an dem für sie richtigen Platz gleichstellt und unabhängig von Hierarchie-Ebenen einbringen", d. h. ich versuche mit meinem Team, Frauen in die gleiche Ausgangslage zu bringen wie Männer, damit eben die Vision zutreffen kann und die Menschen nur noch nach ihren Potenzialen beurteilt, eingesetzt und bezahlt werden und nicht danach, ob es Frauen oder Männer sind!
Wie gestaltet sich Ihr Lebenslauf? 1945
geboren in Göttingen
1962
Nach Beendigung der Schulausbildung
Eintritt in die Deutsche Bundespost -
Fernmeldewesen in Göttingen
1962 - 1976
Ausbildung als Verwaltungsfachfrau und Tätigkeiten in den unterschiedlichsten Ressorts
des Unternehmens
1976 - 1998
Freigestellte Betriebs- und Gesamtsbetriebsrätin,
Mitglied im Wirtschaftsausschuss und Aufsichtsrats-mitglied
1998
Leiterin Chancengleichheit & Diversity Human Resources Strategy im Konzern Deutsche Telekom
als auch
Mitglied der Expertinnengruppe "Frauen in der
Informationsgesellschaft" und dem Forum "Frauen
in der Wirtschaft". Mitglied im Vorstand des Vereins "Frauen geben Technik neue Impulse"
Meine Vision: Frauen in allen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen durch geeignete Programme, Projekte und Maßnahmen die Unterstützung zu geben, damit Chancengleichheit und Gleichstellung für Frauen und Männer erlebbar und wahrhaftig wird. Erzählen Sie uns, wie die Ausbildungssituation und das Verfahren von Einstellungstests bei der Telekom aussehen? Die Deutsche Telekom ist mit ca. 4000 Ausbildungsplätzen pro Jahr, bundesweit einer der größten Ausbildungsbetriebe. Als Arbeitgeber erfreut sich die Deutsche Telekom bei zukünftigen Auszubildenden größter Beliebtheit. Bei der Deutschen Telekom gibt es kein einheitliches Verfahren für Einstellungstests, vielmehr setzen sich die Auswahlverfahren aus verschiedenen Teilen zusammen. Die Entscheidung mit welcher Maßnahme die Bewerberinnen und Bewerber für die IT-Berufe ausgesucht werden, entscheidet die jeweilige Berufsbildungsstelle vor Ort. Dabei reichen die Auswahlkriterien von Einstellungstest in schriftlicher Form, zum Ankreuzen bis hin zu einer Arbeitsprobe. Der Trend geht immer mehr zu den Arbeitsproben. Hier wird anhand eines Themas ein Team beobachtet: wie geht es mit der Aufgabenstellung um, wie löst es mit den zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln die Aufgabe? Die Lösung ist dabei nicht entscheidend, sondern der Weg dorthin! Warum gibt es überhaupt Einstellungstests? Aus der Vielzahl an Bewerbungen, die jährlich bei der Telekom eingehen (die wir aber leider nicht alle berücksichtigen können), muss eine Auswahl getroffen werden. Die Auswahl erfolgt aufgrund der Bewerbungsunterlagen, ggf. über eine Arbeitsprobe, dem Einstellungsgespräch bis zur Einstellung. Wann und wo stößt frau/man auf einen Einstellungsstest? Muss frau/man grundsätzlich einen Einstellungstest absolvieren? Wer einen der IT-Berufe erlernen möchte, stößt grundsätzlich auf einen Auswahltest. Wobei dies wie bereits erwähnt ein Ankreuztest und/oder eine Arbeitsprobe sein kann. Auch im späteren Berufsleben werden weitere Auswahlverfahren erforderlich, auf jeden Fall für das Erklimmen der Karriereleiter. Wie sehen die Rahmenbedingungen für Einstellungstests aus? Wie laufen die Tests ab? Wie lange dauert ein Test? Wie viele Personen nehmen teil und wann erfährt man das Ergebnis? Auf diese Fragen gibt es keine generelle Antwort, da die Gestaltung der Tests ortspezifisch sind, da ist es dann hilfreich sich mit Leuten vor Ort entweder Ausbildern(innen) oder Auszubildenden aus der Berufsbildungsstelle auszutauschen. Bei der Arbeitsprobe beobachten zwei Ausbilder(innen), der Betriebsrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung die Teams. Alle Bewerberinnen und Bewerber erhalten so schnell wie möglich Auskunft über Ihr Gesamtergebnis, d.h. ob Sie zu weiteren Gesprächen eingeladen, bzw. direkt eingestellt werden - oder auch nicht. Häufig hört man auch den Begriff "Eignungstest". Ist ein Einstellungstest dasselbe wie ein Eignungstest? Da sich beide Begriffe mit der Auswahl beschäftigen haben sie auch teils ähnliche Inhalte. Wie ich ja bereits erwähnte gibt es immer wieder Auswahlverfahren, auch im späteren Berufsleben. Deswegen sprechen wir hier vom Einstellungstest, besser noch vom Einstellungsverfahren. Bei uns wird ja eine ganz neue Form der Auswahl favorisiert, nämlich die Arbeitsprobe. Was wird in einem typischen IT- (oder auch Medien-) Einstellungstest abgefragt? Da diese Tests bei uns nicht einheitlich sind, würde ich hier viel lieber auf die Arbeitsprobe eingehen. Bei dieser Auswahl werden mehrere Teams aus den Bewerberinnen und Bewerbern zusammengestellt. Auch in der Ausbildung wird im Team gearbeitet: mit Arbeitsaufträgen, die im Team erledigt werden; mit Hilfsmitteln - wie Unterlagen zum Thema in schriftlicher und medialer Form: sprich Internet, Videos etc. So wird das methodisch-didaktische Konzept der Ausbildung, von der Einstellung bis zur Prüfung gewährleistet. Die Durchführung des Verfahrens ist abwechslungsreich und auf junge Menschen ausgerichtet. Chancengleichheit für Mädchen und Jungen wird im Verfahren berücksichtigt. Worauf wird besonders geachtet? Was wollen die Verantwortlichen durch die Tests herausfinden? Leistungen, Verhaltensweisen und die Gesamtpersönlichkeit werden beurteilt.
Durch die Arbeitsprobe besteht ein Bezug zur künftigen Tätigkeit. Dieser fördert die Akzeptanz des Verfahrens und verdeutlicht die innovativen Attraktivitäten der Berufsausbildung bei der Deutschen Telekom.
Verraten Sie uns einige typische Fragen? Ein Thema für eine Arbeitsprobe wäre die komplette Gestaltung eines Informationstages für Eltern. Wie können sich die jungen Bewerberinnen gezielt auf den Test vorbereiten? Die jungen Frauen sollten versuchen mit Auszubildenden oder Ausbildenden vor Ort Kontakt aufzunehmen, um die übliche Praxis der Tests heraus zu finden. Für Ankreuztests gibt es im Internet Seiten, auf denen solche Tests abgebildet sind. Ratsam ist, einen solchen Test mal durchzuführen, um mit dem Handling und der Zeiteinteilung vertraut zu werden. Dabei ist es egal, welche Aufgaben es im einzelnen sind, hier zählt eher der generelle Umgang mit solchen Ankreuztests. Bei unserer Arbeitsprobe kommt es auf Natürlichkeit an, dass jede Frau so ist, wie sie ist: Als ob sie in der Schule bei Teamarbeiten ist. Nach dem Motto: "Rede, damit ich Dich sehe!", gehört zur Arbeitsprobe auch ein Präsentationspart, in dem jedes Teammitglied noch einmal die Chance bekommt sich zu zeigen. Haben Sie ganz persönliche Tipps für das Bestehen des Tests auf Lager? Nein, denn ich bin der Überzeugung, dass Mädchen das Auswahlverfahren - also die Arbeitsprobe - liegt. Es ist unter anderem auf folgende Neigungen abgestimmt: Teamfähigkeit, Kommunikationsverhalten und Kontaktfreudigkeit. Wichtige Komponenten, die die Fachkräfte im IT-Bereich haben sollten. Dieser Dienstleistungsbereich steht ja immer im Kundenkontakt. Möchten Sie den idee_it-Surferinnen noch einen Rat oder etwas mit auf den Weg geben? Nutzen Sie die Chance, die sich mit diesen neuen Berufen bietet. Also trauen Sie sich, Technik ist Spaß und Technik macht Spaß! Das idee_it-Team bedankt sich herzlich für das ausführliche Interview und den hilfreichen Einblick in die Auswahlverfahren der Deutschen Telekom AG!
"Im Konzern Deutsche Telekom wird Qualität gelebt. Dabei ist es selbstverständlich, dass alle, Frauen und Männer, ihre Potenziale an dem für sie richtigen Platz gleichstellt und unabhängig von Hierarchie-Ebenen einbringen", d. h. ich versuche mit meinem Team, Frauen in die gleiche Ausgangslage zu bringen wie Männer, damit eben die Vision zutreffen kann und die Menschen nur noch nach ihren Potenzialen beurteilt, eingesetzt und bezahlt werden und nicht danach, ob es Frauen oder Männer sind!
Wie gestaltet sich Ihr Lebenslauf? 1945
geboren in Göttingen
1962
Nach Beendigung der Schulausbildung
Eintritt in die Deutsche Bundespost -
Fernmeldewesen in Göttingen
1962 - 1976
Ausbildung als Verwaltungsfachfrau und Tätigkeiten in den unterschiedlichsten Ressorts
des Unternehmens
1976 - 1998
Freigestellte Betriebs- und Gesamtsbetriebsrätin,
Mitglied im Wirtschaftsausschuss und Aufsichtsrats-mitglied
1998
Leiterin Chancengleichheit & Diversity Human Resources Strategy im Konzern Deutsche Telekom
als auch
Mitglied der Expertinnengruppe "Frauen in der
Informationsgesellschaft" und dem Forum "Frauen
in der Wirtschaft". Mitglied im Vorstand des Vereins "Frauen geben Technik neue Impulse"
Meine Vision: Frauen in allen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen durch geeignete Programme, Projekte und Maßnahmen die Unterstützung zu geben, damit Chancengleichheit und Gleichstellung für Frauen und Männer erlebbar und wahrhaftig wird. Erzählen Sie uns, wie die Ausbildungssituation und das Verfahren von Einstellungstests bei der Telekom aussehen? Die Deutsche Telekom ist mit ca. 4000 Ausbildungsplätzen pro Jahr, bundesweit einer der größten Ausbildungsbetriebe. Als Arbeitgeber erfreut sich die Deutsche Telekom bei zukünftigen Auszubildenden größter Beliebtheit. Bei der Deutschen Telekom gibt es kein einheitliches Verfahren für Einstellungstests, vielmehr setzen sich die Auswahlverfahren aus verschiedenen Teilen zusammen. Die Entscheidung mit welcher Maßnahme die Bewerberinnen und Bewerber für die IT-Berufe ausgesucht werden, entscheidet die jeweilige Berufsbildungsstelle vor Ort. Dabei reichen die Auswahlkriterien von Einstellungstest in schriftlicher Form, zum Ankreuzen bis hin zu einer Arbeitsprobe. Der Trend geht immer mehr zu den Arbeitsproben. Hier wird anhand eines Themas ein Team beobachtet: wie geht es mit der Aufgabenstellung um, wie löst es mit den zur Verfügung gestellten Hilfsmitteln die Aufgabe? Die Lösung ist dabei nicht entscheidend, sondern der Weg dorthin! Warum gibt es überhaupt Einstellungstests? Aus der Vielzahl an Bewerbungen, die jährlich bei der Telekom eingehen (die wir aber leider nicht alle berücksichtigen können), muss eine Auswahl getroffen werden. Die Auswahl erfolgt aufgrund der Bewerbungsunterlagen, ggf. über eine Arbeitsprobe, dem Einstellungsgespräch bis zur Einstellung. Wann und wo stößt frau/man auf einen Einstellungsstest? Muss frau/man grundsätzlich einen Einstellungstest absolvieren? Wer einen der IT-Berufe erlernen möchte, stößt grundsätzlich auf einen Auswahltest. Wobei dies wie bereits erwähnt ein Ankreuztest und/oder eine Arbeitsprobe sein kann. Auch im späteren Berufsleben werden weitere Auswahlverfahren erforderlich, auf jeden Fall für das Erklimmen der Karriereleiter. Wie sehen die Rahmenbedingungen für Einstellungstests aus? Wie laufen die Tests ab? Wie lange dauert ein Test? Wie viele Personen nehmen teil und wann erfährt man das Ergebnis? Auf diese Fragen gibt es keine generelle Antwort, da die Gestaltung der Tests ortspezifisch sind, da ist es dann hilfreich sich mit Leuten vor Ort entweder Ausbildern(innen) oder Auszubildenden aus der Berufsbildungsstelle auszutauschen. Bei der Arbeitsprobe beobachten zwei Ausbilder(innen), der Betriebsrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung die Teams. Alle Bewerberinnen und Bewerber erhalten so schnell wie möglich Auskunft über Ihr Gesamtergebnis, d.h. ob Sie zu weiteren Gesprächen eingeladen, bzw. direkt eingestellt werden - oder auch nicht. Häufig hört man auch den Begriff "Eignungstest". Ist ein Einstellungstest dasselbe wie ein Eignungstest? Da sich beide Begriffe mit der Auswahl beschäftigen haben sie auch teils ähnliche Inhalte. Wie ich ja bereits erwähnte gibt es immer wieder Auswahlverfahren, auch im späteren Berufsleben. Deswegen sprechen wir hier vom Einstellungstest, besser noch vom Einstellungsverfahren. Bei uns wird ja eine ganz neue Form der Auswahl favorisiert, nämlich die Arbeitsprobe. Was wird in einem typischen IT- (oder auch Medien-) Einstellungstest abgefragt? Da diese Tests bei uns nicht einheitlich sind, würde ich hier viel lieber auf die Arbeitsprobe eingehen. Bei dieser Auswahl werden mehrere Teams aus den Bewerberinnen und Bewerbern zusammengestellt. Auch in der Ausbildung wird im Team gearbeitet: mit Arbeitsaufträgen, die im Team erledigt werden; mit Hilfsmitteln - wie Unterlagen zum Thema in schriftlicher und medialer Form: sprich Internet, Videos etc. So wird das methodisch-didaktische Konzept der Ausbildung, von der Einstellung bis zur Prüfung gewährleistet. Die Durchführung des Verfahrens ist abwechslungsreich und auf junge Menschen ausgerichtet. Chancengleichheit für Mädchen und Jungen wird im Verfahren berücksichtigt. Worauf wird besonders geachtet? Was wollen die Verantwortlichen durch die Tests herausfinden? Leistungen, Verhaltensweisen und die Gesamtpersönlichkeit werden beurteilt.
Durch die Arbeitsprobe besteht ein Bezug zur künftigen Tätigkeit. Dieser fördert die Akzeptanz des Verfahrens und verdeutlicht die innovativen Attraktivitäten der Berufsausbildung bei der Deutschen Telekom.
Verraten Sie uns einige typische Fragen? Ein Thema für eine Arbeitsprobe wäre die komplette Gestaltung eines Informationstages für Eltern. Wie können sich die jungen Bewerberinnen gezielt auf den Test vorbereiten? Die jungen Frauen sollten versuchen mit Auszubildenden oder Ausbildenden vor Ort Kontakt aufzunehmen, um die übliche Praxis der Tests heraus zu finden. Für Ankreuztests gibt es im Internet Seiten, auf denen solche Tests abgebildet sind. Ratsam ist, einen solchen Test mal durchzuführen, um mit dem Handling und der Zeiteinteilung vertraut zu werden. Dabei ist es egal, welche Aufgaben es im einzelnen sind, hier zählt eher der generelle Umgang mit solchen Ankreuztests. Bei unserer Arbeitsprobe kommt es auf Natürlichkeit an, dass jede Frau so ist, wie sie ist: Als ob sie in der Schule bei Teamarbeiten ist. Nach dem Motto: "Rede, damit ich Dich sehe!", gehört zur Arbeitsprobe auch ein Präsentationspart, in dem jedes Teammitglied noch einmal die Chance bekommt sich zu zeigen. Haben Sie ganz persönliche Tipps für das Bestehen des Tests auf Lager? Nein, denn ich bin der Überzeugung, dass Mädchen das Auswahlverfahren - also die Arbeitsprobe - liegt. Es ist unter anderem auf folgende Neigungen abgestimmt: Teamfähigkeit, Kommunikationsverhalten und Kontaktfreudigkeit. Wichtige Komponenten, die die Fachkräfte im IT-Bereich haben sollten. Dieser Dienstleistungsbereich steht ja immer im Kundenkontakt. Möchten Sie den idee_it-Surferinnen noch einen Rat oder etwas mit auf den Weg geben? Nutzen Sie die Chance, die sich mit diesen neuen Berufen bietet. Also trauen Sie sich, Technik ist Spaß und Technik macht Spaß! Das idee_it-Team bedankt sich herzlich für das ausführliche Interview und den hilfreichen Einblick in die Auswahlverfahren der Deutschen Telekom AG!








