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Bundesministerin Renate Schmidt zum Frauentag: 2004 wird das Jahr der Frauen

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2004 erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt:

''Das Jahr 2004 wird das Jahr der Frauen werden - für Frauen in Deutschland und Europa. Die Bundesregierung bereitet die Umsetzung der drei EU-Gleichbehandlungsrichtlinien vor, die im Jahr 2005 in Kraft treten. Damit werden wir bei Bekämpfung von Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts in der Praxis einen enormen Schritt weiterkommen - im arbeits-, sozial- und zivilrechtlichen Bereich.

Chancengerechtigkeit von Frauen zu erreichen, ist unser grundsätzliches Ziel. Deshalb prüfen wir z.B., wie einheitliche Tarife für Männer und Frauen bei der so genannten Riester-Rente erreicht werden können. Es ist ein besonderes Anliegen der Bundesregierung, auch die Integrationschancen von Frauen mit Familienpflichten in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Die beiden Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt enthalten ein Bündel von Maßnahmen, die insbesondere Frauen mit Familienpflichten zugute kommen.

Darüber hinaus werden wir in diesem Jahr die Infrastruktur-Angebote für Familien gesetzlich neu formulieren - durch den Ausbau von Kinderbetreuung speziell für die unter 3-Jährigen. Für Schulkinder greift bereits das Ganztagsschulprogramm der Bundesregierung, mit dem auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie - in erster Linie ein Anliegen von Frauen - verbessert werden kann.

Eine große Chance für Frauen in Deutschland ist die Kandidatur der Präsidentin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Prof. Dr. Gesine Schwan für die Bundespräsidentschaft. Gesine Schwan ist eine hochkompetente europäische Persönlichkeit; ihre Wahl zur Bundespräsidentin könnte ein gleichstellungspolitisches Signal über die Grenzen Deutschlands hinaus bedeuten.

Ein gutes Stück vorangekommen sind wir in puncto Chancengleichheit durch die Verankerung von Gender Mainstreaming, dem Leitprinzip im Handeln der Bundesregierung für mehr Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern. Seit dem Jahr 2000 werden bei allen politischen, gesetzgeberischen und administrativen Maßnahmen der Bundesregierung die unterschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern von vornherein berücksichtigt.''

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