Deutliche Verbesserung der Konjunktur im IT-Sektor -
veröffentlichte Studie "Monitoring Informationswirtschaft"
Die kürzlich veröffentlichte Studie "Monitoring Informationswirtschaft" (von TNS Infratest und IIE) bestätigt, dass die Unternehmen der Informationsbranchen in den vergangenen Jahren landes- und weltweiten konjunkturellen Schwächen unterworfen waren. Das laufende Geschäftsjahr zeigt aber, dass die deutsche Informationswirtschaft lt. World Economic Forum mit Platz 10 (Vorjahr Platz 17) eine deutliche Verbesserung im IT-Länder-Ranking erreichen konnte.
Laut "Monitoring Informationswirtschaft" hat Deutschland das Potenzial, zu einem der weltweit führenden IuK-Standorte zu werden. Aktuell ist der Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen (IuK) in mehr als 50% der Industrieproduktionen und über 80 Prozent der Exporte unverzichtbar. BITKOM-Präsident Willi Berchtold ist der Meinung, dass die ITK-Branche mittelfristig wieder doppelt so schnell wachsen wird wie die Gesamtwirtschaft und sich damit als Motor der Konjunktur erweist.
Fachkräftemangel bedeutet: gute Berufsaussichten für qualifizierte Frauen
Diese positiven Konjunkturaussichten werden zur Folge haben, dass im ITK-Bereich langfristig gesehen weiterhin Fachkräftemangel herrschen wird. Wissensbasierte Tätigkeiten nehmen immer weiter zu und der strukturelle Wandel zieht wesentliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt nach sich: Das bedeutet für gut ausgebildete Frauen bessere Einsatzmöglichkeiten, da hochqualifizierte Dienstleistungstätigkeiten zunehmen und einfache Tätigkeiten sowie durchschnittlich qualifizierte Tätigkeiten in produktionsorientierten Bereichen abnehmen. Junge Frauen sollten also bei der Studienfachwahl oder Auswahl des Ausbildungsberufs sehr genau auf solche Arbeitsmarktströmungen achten.
Nicht nur aufgrund des demographischen Wandels und des daraus resultierenden Mangels an qualifizierten Facharbeitern sehen die Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmärkten der Zukunft nicht schlecht aus. Aus den Quellen des Bundesministeriums für Forschung und Bildung geht hervor, dass Frauen im Ausbildungsniveau gewaltig nachgeholt haben. So sind die Bildungsabschlüsse von Mädchen an allgemeinbildenden Schulen innerhalb der letzten 30 Jahren kontinuierlich angestiegen sind, so dass inzwischen mehr Mädchen (55,2%) als Jungen das Abitur absolvieren. Bereits im Jahr 2001 wies die Europäische Kommission auf die Notwendigkeit hin, Frauen beruflich in die Informationsgesellschaft zu integrieren. Diese Zielsetzung fördert auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Förderung des Projektes "Weiterbildung für Frauen aus IT-Berufen zu Ausbilderinnen“. In Kooperation mit regionalen Bildungsträgern, Industrie- und Handelskammern, Arbeitgeberverbänden und Betrieben werden an verschiedenen Standorten branchen- und frauenspezifische Kurse zur Erlangung der Ausbildereignung durchgeführt. Frauen aus IT-Berufen qualifizieren sich zu Ausbilderinnen mit dem Ziel, mehr junge Frauen zum Einstieg in die IT-Branche zu motivieren und sie darin zu unterstützen. Ebenfalls gefördert durch das BMBF sind die Initiativen "be.it" und "be.ing" für Schülerinnen mit umfassenden Informationen über die verschiedenen, abwechslungsreichen Berufsbilder und Studiengänge aus dem Bereich der IKT- und Ingenieursberufe. Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch innovative Arbeitsplätze
Weit hinausgehend über das Thema Elternzeit müssen sich Unternehmen mit den Themen Teilzeit, Flexible Arbeitszeit, Telearbeit sowie allen daran hängenden Veränderungen ohnehin beschäftigen. Unternehmen der TIMES-Branchen sind hierbei anderen häufig einen Schritt voraus.
Der Ausbau von Teilzeitarbeitsplätzen und die optimale Einbindung von Telearbeit könnten das Problem der Vereinbarkeit reduzieren. Ein Engagement in dieser Hinsicht bietet Arbeitgebern die Chance, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen auch während der Elternschaft im Unternehmen zu halten. Für die betreffenden Angestellten werden Arbeitsbedingungen geschaffen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Darüber hinaus wird bei Stellenangeboten die Auswahl an Bewerberinnen wesentlich breiter.
Die Arbeitsformen der Zukunft werden heute vielleicht durch die Elternzeitler angestoßen, sind aber im ganzen nicht mehr umkehrbar. Künftig werden Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen, nicht nur auf weibliche Mitarbeiter angewiesen sein sondern auch auf geschäftliche Strukturen, die den neuen Arbeitsmärkten gerecht werden. Damit verbunden sind nicht nur neue digitale Worksflows, wie der Einsatz von Intranets und Telearbeitsplätzen, sondern auch der digitale Weg zum Endkunden. Unternehmen wie Mitarbeiter/innen haben die Aufgabe vor sich, hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit das gesamte Spektrum ihrer internen Abläufe und Kommunikation zu digitalisieren, ein Prozess der vielfach stark in die Unternehmenskultur eingreifen wird. Die Anforderung durch Elternzeiten ist nur ein einzelner Baustein in einer Kette von Änderungsprozessen, die allgemein mit „Change Management“ tituliert werden kann.
Wandelnde Arbeitsbedingungen
Die Unternehmenskultur in den IT-Branchen beinhaltet spannende Tätigkeiten, wechselnde Herausforderungen, Projekte, die häufig Pioniergeist erfordern. Auch stehen hier häufiger als in klassischen Branchen flachere Hierarchien und lockerer Umgangston auf der Tagesordnung.. Auf der anderen Seite stehen Arbeitszeitszenarien, die abweichen von der Norm traditioneller Arbeitsverhältnisse mit wenig wandelnden Prozessen, regelmäßigen Arbeitszeiten und deutlichen Abgrenzungen zwischen Berufs- und Privatleben. Bei Beschäftigten in den TIMES-Märkten bewirkt das Arbeiten unabhängig von Zeit und Raum bei zahlreichen Angestellten und auch Selbständigen eine Vermischung von Arbeitszeit und Privatleben. Der klassische "nine-to-five-Job" ist hier nur selten anzutreffen.
Bei mangelnder Freizeit oder Einschränkungen der sozialen Kontakte können diese flexibilisierten Arbeitsformen also auch als Stressfaktor empfunden werden. Neben effektivem Arbeitszeitmanagement sind auch so genannte Blockarbeitszeiten oder Sabbaticalangebote (NRW-Ministerium für Wirtschaft und Arbeit MASQT NRW) mögliche Lösungswege. Auch Arbeitszeitkonten fördern "stabile Flexibilität" für Eltern, denn damit kann die Arbeitszeitverteilung besser an die Bedürfnisse der Familie angepasst werden. fast4ward
Diese positiven Konjunkturaussichten werden zur Folge haben, dass im ITK-Bereich langfristig gesehen weiterhin Fachkräftemangel herrschen wird. Wissensbasierte Tätigkeiten nehmen immer weiter zu und der strukturelle Wandel zieht wesentliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt nach sich: Das bedeutet für gut ausgebildete Frauen bessere Einsatzmöglichkeiten, da hochqualifizierte Dienstleistungstätigkeiten zunehmen und einfache Tätigkeiten sowie durchschnittlich qualifizierte Tätigkeiten in produktionsorientierten Bereichen abnehmen. Junge Frauen sollten also bei der Studienfachwahl oder Auswahl des Ausbildungsberufs sehr genau auf solche Arbeitsmarktströmungen achten.
Nicht nur aufgrund des demographischen Wandels und des daraus resultierenden Mangels an qualifizierten Facharbeitern sehen die Chancen für Frauen auf dem Arbeitsmärkten der Zukunft nicht schlecht aus. Aus den Quellen des Bundesministeriums für Forschung und Bildung geht hervor, dass Frauen im Ausbildungsniveau gewaltig nachgeholt haben. So sind die Bildungsabschlüsse von Mädchen an allgemeinbildenden Schulen innerhalb der letzten 30 Jahren kontinuierlich angestiegen sind, so dass inzwischen mehr Mädchen (55,2%) als Jungen das Abitur absolvieren. Bereits im Jahr 2001 wies die Europäische Kommission auf die Notwendigkeit hin, Frauen beruflich in die Informationsgesellschaft zu integrieren. Diese Zielsetzung fördert auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Förderung des Projektes "Weiterbildung für Frauen aus IT-Berufen zu Ausbilderinnen“. In Kooperation mit regionalen Bildungsträgern, Industrie- und Handelskammern, Arbeitgeberverbänden und Betrieben werden an verschiedenen Standorten branchen- und frauenspezifische Kurse zur Erlangung der Ausbildereignung durchgeführt. Frauen aus IT-Berufen qualifizieren sich zu Ausbilderinnen mit dem Ziel, mehr junge Frauen zum Einstieg in die IT-Branche zu motivieren und sie darin zu unterstützen. Ebenfalls gefördert durch das BMBF sind die Initiativen "be.it" und "be.ing" für Schülerinnen mit umfassenden Informationen über die verschiedenen, abwechslungsreichen Berufsbilder und Studiengänge aus dem Bereich der IKT- und Ingenieursberufe. Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch innovative Arbeitsplätze
Weit hinausgehend über das Thema Elternzeit müssen sich Unternehmen mit den Themen Teilzeit, Flexible Arbeitszeit, Telearbeit sowie allen daran hängenden Veränderungen ohnehin beschäftigen. Unternehmen der TIMES-Branchen sind hierbei anderen häufig einen Schritt voraus.
Der Ausbau von Teilzeitarbeitsplätzen und die optimale Einbindung von Telearbeit könnten das Problem der Vereinbarkeit reduzieren. Ein Engagement in dieser Hinsicht bietet Arbeitgebern die Chance, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen auch während der Elternschaft im Unternehmen zu halten. Für die betreffenden Angestellten werden Arbeitsbedingungen geschaffen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern. Darüber hinaus wird bei Stellenangeboten die Auswahl an Bewerberinnen wesentlich breiter.
Die Arbeitsformen der Zukunft werden heute vielleicht durch die Elternzeitler angestoßen, sind aber im ganzen nicht mehr umkehrbar. Künftig werden Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern wollen, nicht nur auf weibliche Mitarbeiter angewiesen sein sondern auch auf geschäftliche Strukturen, die den neuen Arbeitsmärkten gerecht werden. Damit verbunden sind nicht nur neue digitale Worksflows, wie der Einsatz von Intranets und Telearbeitsplätzen, sondern auch der digitale Weg zum Endkunden. Unternehmen wie Mitarbeiter/innen haben die Aufgabe vor sich, hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit das gesamte Spektrum ihrer internen Abläufe und Kommunikation zu digitalisieren, ein Prozess der vielfach stark in die Unternehmenskultur eingreifen wird. Die Anforderung durch Elternzeiten ist nur ein einzelner Baustein in einer Kette von Änderungsprozessen, die allgemein mit „Change Management“ tituliert werden kann.
Wandelnde Arbeitsbedingungen
Die Unternehmenskultur in den IT-Branchen beinhaltet spannende Tätigkeiten, wechselnde Herausforderungen, Projekte, die häufig Pioniergeist erfordern. Auch stehen hier häufiger als in klassischen Branchen flachere Hierarchien und lockerer Umgangston auf der Tagesordnung.. Auf der anderen Seite stehen Arbeitszeitszenarien, die abweichen von der Norm traditioneller Arbeitsverhältnisse mit wenig wandelnden Prozessen, regelmäßigen Arbeitszeiten und deutlichen Abgrenzungen zwischen Berufs- und Privatleben. Bei Beschäftigten in den TIMES-Märkten bewirkt das Arbeiten unabhängig von Zeit und Raum bei zahlreichen Angestellten und auch Selbständigen eine Vermischung von Arbeitszeit und Privatleben. Der klassische "nine-to-five-Job" ist hier nur selten anzutreffen.
Bei mangelnder Freizeit oder Einschränkungen der sozialen Kontakte können diese flexibilisierten Arbeitsformen also auch als Stressfaktor empfunden werden. Neben effektivem Arbeitszeitmanagement sind auch so genannte Blockarbeitszeiten oder Sabbaticalangebote (NRW-Ministerium für Wirtschaft und Arbeit MASQT NRW) mögliche Lösungswege. Auch Arbeitszeitkonten fördern "stabile Flexibilität" für Eltern, denn damit kann die Arbeitszeitverteilung besser an die Bedürfnisse der Familie angepasst werden. fast4ward








