BMFSFJ LogoInitiative D21 LogoBIBB LogoDIHK LogoZDH LogoVereins Logo
 Kontakt | ImpressumSitemapSuche

Zum Interview

mit der Auszubildenden Informatikkauffrau Anne, 20 Jahre alt.

Knete und Karriere

Was Auszubildende 2008 verdient haben.

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen Dir helfen...


Zum Interview

mit der Auszubildenden Informatikkauffrau Anne, 20 Jahre alt.

idee_it: Stell Dich doch kurz den jungen Frauen vor.
Anne: Ich heiße Anne und bin 20 Jahre alt. Im Juni letzten Jahres habe ich in Kirchzarten mein ABI gemacht und Mitte August 2000 begann ich meine Ausbildung als Informatikkauffrau bei der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau.

idee_it: Wie nennt sich der Beruf, in dem Du gerade ausgebildet wirst?Anne: Ich werde zur Informatikkauffrau ausgebildet.idee_it: Wie kann man sich Deinen Arbeitstag vorstellen?
Anne: Die Arbeitszeiten bei der Sparkasse sind flexibel. Mein Arbeitsbeginn richtet sich nach der jeweiligen Abteilung, in der ich gerade bin. Manche Angestellten kommen bereits um 8:00 Uhr, andere fangen um 9:00 Uhr an. Die meiste Zeit verbringe ich bei den verschiedenen Teams der DV-Organisation. Doch auch der Service-Bereich, Marktfolge, Rechnungswesen und Marketing (u.a.) gehören zu meinen Ausbildungsabteilungen.In der DV-Organisation habe ich meinen eigenen Arbeitsplatz in einem Büro, in dem noch drei Mitarbeiter und mein Azubi-Kollege ihren festen Arbeitsplatz haben.

idee_it: Wie sieht Dein Berufsschultag aus?
Anne: Meine Schule ist die Max-Weber-Berufsschule in Freiburg. Ich habe Teilzeit-Unterricht, d.h. ich bin im Durchschnitt 1,5 Tage in der Woche in der Schule. Es werden die Fächer IT-Systemtechnik, Software-Entwicklung und BWL unterrichtet. Zusätzlich noch Englisch, Deutsch, Gemeinschaftskunde und Religion.

idee_it: Wolltest Du schon immer Informatikkauffrau werden?
Anne: Ich weiß erst seit einem Jahr, dass es den Ausbildungsberuf der Informatikkauffrau gibt. Doch bereits vor ca. vier Jahren wurde mir klar, dass ich später etwas mit EDV zu tun haben möchte. Damals begann ich während der Schulzeit und der Ferien in einer kleinen Firma zu jobben, wo mir nach und nach immer mehr Computer-Arbeiten übertragen wurden.

idee_it: Aus welchem Grund hast Du Dich für diese Ausbildung entschieden?
Anne: Vor 4 Jahren habe ich angefangen, mich näher und öfters mit dem PC zu beschäftigen. Ich hatte einen kleinen Job in einer Firma und habe dabei die Office-Programme (vor allem Excel) besser kennen gelernt. Ich habe dort die ganzen Listen und Tabellen und auch so Sachen wie Arbeitszeittabelle oder Urlaubsplaner erstellt. Im laufe der Zeit habe ich dann immer mehr Verantwortung in diesem Bereich übernommen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht.Dann habe ich in der Zeitung eine Anzeige der Sparkasse gelesen. Da ich vorher noch nie etwas über den Beruf gehört habe, informierte ich mich im Internet und auf einer Jobbörse näher darüber und bewarb mich schließlich als nformatikkauffrau-Azubi. Ich denke, es ist auf jeden Fall ein Beruf der Zukunft und in meinen Augen ist es eine sehr gute Kombination aus technischem und kaufmännischen.Studieren wollte ich nicht, Informatik oder so. Die Kombination mit dem Kaufmännischen hat mich interessiert, reine Technik wollte ich nicht machen.Ich war in einer Schule, die den achtjährigen Ausbildungsgang (8 Jahre Gymnasium bis zum Abitur) als Modell gemacht hat, da hatten wir auch Informatik. Aber die Informatik an der Schule, das war schrecklich, der Unterricht war bescheiden. Unterrichtet hat der Mathelehrer. Der Unterricht hat das Gegenteil bewirkt. Es waren vier Jungens im Kurs, die schon alles wussten, auch schon eine eigene Firma hatten. Die wussten mehr als der Lehrer. Wir (die anderen) wussten gar nicht, ob wir mitmachen wollten. Am Anfang ging es, aber dann ist der Lehrer nur auf die vier Jungens eingegangen, die haben dann auch nachher den Unterricht gemacht.

idee_it: Wie hast Du von Deinem Ausbildungsberuf erfahren?
Anne: Ich habe die Stellenanzeige der Sparkasse in der Badischen Zeitung gelesen und mich daraufhin im Internet und bei einer Job-Börse weiter darüber informiert.

idee_it: Hattest Du (berufliche) Vorbilder, die für Deine Entscheidung wichtig waren?
Anne: Nein, eigentlich nicht.

idee_it: Wer hat Dich bei Deiner Berufswahlentscheidung beraten?
Anne: Meine Eltern und Freunde haben mich in meiner Entscheidung, die Ausbildung bei der Sparkasse als Informatikkauffrau zu beginnen, bestärkt. Beratung in dem Sinn hatte ich nicht, es war meine eigene Entscheidung. Doch meine Eltern und Freunde standen hinter mir und haben gesagt, dass es eine gute Entscheidung ist.

idee_it: Gibt es Interessen oder Fähigkeiten, die man mitbringen sollte, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet?
Anne: Man muss natürlich wie in jedem Beruf Interesse daran haben und offen für Neues sein. Meiner Meinung nach ist auch Teamfähigkeit ziemlich wichtig. Wir sind auch in der Abteilung in Teams untergliedert. Zusammen können wir besser Probleme lösen.

idee_it: Erinnerst Du Dich noch an Deine Bewerbung und das Vorstellungsgespräch? Was ist Dir positiv/negativ in Erinnerung?
Anne: Ich war total nervös, denn es war mein erstes und gleichzeitig auch mein vorerst letztes Vorstellungsgespräch. Eigentlich hatte ich danach kein so gutes Gefühl, doch am nächsten Tag bekam ich einen Anruf der Sparkasse und habe mich natürlich umso mehr darüber gefreut.

idee_it: Was hältst Du an Deiner Ausbildung für verbesserungswürdig? Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung gut oder besonders?
Anne: Da kann ich noch nicht so viel dazu sagen. Bisher gibt es absolut nichts Negatives. Ich finde die Ausbildung sehr gut und es macht mir riesigen Spaß, in der DV-Organisation zu lernen und zu arbeiten. Auch sehr positiv ist in meinen Augen, dass ich die Arbeit in anderen Abteilungen kennen lerne.ähnlich wie die Bank-Azubis gehe ich in Abteilungen wie Rechnungswesen, Service, Marktfolge und Marketing (u.a), aber statt 4 Wochen nur 2.

idee_it: Gibt es noch etwas, das Du den Leserinnen gerne mitteilen möchtest?
Anne: Am Anfang hatte ich ein wenig Angst, denn ich wusste noch nicht allzu viel. Aber nach ein paar Tagen hatte sich das gelegt, denn man lernt während der Ausbildung ziemlich viel dazu.In meiner alten Stufe konnten viele Mitschüler/innen nicht verstehen, dass man als Frau auch so eine Ausbildung gerne machen will. Aber da darf man einfach nicht drauf hören, sondern man soll das durchziehen, was man wirklich machen will.Ich fände es gut, wenn in Zukunft auch mehr Frauen in diesen Beruf einsteigen würden. Denn bei uns in der Berufsschule sieht man, dass es immer noch sehr wenige sind. Bei mir in der Klasse sind wir z.B. 18 Jungs und leider nur drei Mädels.

Zurück Schrift größer Schrift kleiner Kontakt Druck Ansicht Nach Oben