BMFSFJ LogoInitiative D21 LogoBIBB LogoDIHK LogoZDH LogoVereins Logo
 Kontakt | ImpressumSitemapSuche

Zum Interview

mit Birke, 24 Jahre alt, Auszubildende Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Knete und Karriere

Was Auszubildende 2008 verdient haben.

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen Dir helfen...


Zum Interview

mit Birke, 24 Jahre alt, Auszubildende Fachkraft für Veranstaltungstechnik

idee_it: Stell Dich doch kurz den jungen Frauen vor.
Birke: Mein Name ist Birke Wieckhorst, ich bin 24 Jahre alt und ich habe 1998 mein Abitur in Berlin-Wilmersdorf gemacht. Nach dem Abitur habe ich 4 Semester studiert (Linguistik und Musikwissenschaft) und habe anschließend ein 1- jähriges Praktikum in einer Filmproduktion gemacht.

Auszubildende Birke Wiekhorst
idee_it: Wie nennt sich der Beruf, in dem Du gerade ausgebildet wirst?
Birke: Fachkraft für Veranstaltungstechnik

idee_it: Wie kann man sich Deinen Arbeitstag vorstellen?
Birke: Wir haben abwechselnd Schule und Praxis, d.h. die Praxis beginnt morgens um 7 Uhr und wir sind in Werkstätten in unserer Übungshalle oder aber auch in Unterrichtsäumen und werden von unterschiedlichen Dozenten unterrichtet. Wir haben dann aber die ganze Woche über "nur" 1 Fach z.B. Elektrotechnik, Beschallungstechnik, Beleuchtungstechnik, Bühnentechnik usw....

idee_it: Wie sieht Dein Berufsschultag aus?
Birke: Die Schulwochen beginnen morgens um 8 Uhr und sind mit dem Schulunterricht zu vergleichen. Allerdings haben wir auch da dann nur ein Fach + technisches Englisch und Sozialkunde.

idee_it: Wolltest Du schon immer Fachkraft für Veranstaltungstechnik werden?
Birke: In erster Linie war das Interesse für die Musik und auch für die Tontechnik da, dann hatte ich einen Freund der eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton beim Radio gemacht hat und von dem ich natürlich einiges mitbekam. Dann stolperte ich in das Praktikum in der Filmproduktion und das hat mir die Berührungsängste mit der ganzen Technik und auch dem Stress in der Medienbranche genommen. In diesem Praktikum war ich vorrangig im Videoschnitt eingesetzt, war aber auch zu Drehs mit, habe Equipment "durch die Gegend geschleppt" und konnte im Lager vieles ausprobieren.

idee_it: Aus welchem Grund hast Du Dich für diese Ausbildung entschieden?
Birke: Der Schritt vom Praktikum zu meiner jetzigen Ausbildung war dann nicht mehr weit. Ich hatte dann kurzzeitig überlegt auch die Mediengestalter Bild und Ton Ausbildung zu machen, aber das wäre dann eher in den Bereich Film und Fernsehen gegangen und ich möchte eher Konzerte und Shows planen, aufbauen und natürlich am Liebsten selber an den Reglern stehen. Die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik ist sehr breit gefächert und bildet in allen erdenklichen Sparten der Veranstaltungstechnik aus. So hat man alle Möglichkeiten sich nach der Ausbildung mit einem guten Grundwissen in vielen Bereichen in das meist selbstständige Arbeitsleben zu stürzen.

idee_it: Wie hast Du von Deinem Ausbildungsberuf erfahren?
Birke: Über meinen Onkel habe ich erfahren dass es diesen Ausbildungsberuf gibt, alle weiteren Informationen habe ich mir dann aus dem Internet gezogen.

idee_it: Hattest Du (berufliche)Vorbilder, die für Deine Entscheidung wichtig waren?
Birke: Nein, ich hatte schon immer meinen eigenen Kopf...

idee_it: Wer hat Dich bei Deiner Berufswahlentscheidung beraten?
Birke: Meine Mutter und meine Schwester und natürlich auch meine Freunde.

idee_it: Gibt es Interessen oder Fähigkeiten, die man mitbringen sollte, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet?
Birke: Man sollte auf jeden Fall ein Interesse für die Technik und für die Medienbranche mitbringen. Außerdem muss man sich darüber bewusst sein, dass es ein körperlich oft sehr anstrengender Job ist und das man häufig zu Zeiten arbeitet, an denen andere Leute frei haben. Also man muss sowohl körperlich als auch geistig fit und stressbelastbar sein.

idee_it: Waren diese Interessen/Fähigkeiten bei Dir schon vor der Ausbildung vorhanden?
Birke: Ich habe als Kind Leistungssport gemacht und war körperlich auf jeden Fall einigermaßen fit, außerdem habe ich gelernt hart zu arbeiten. Vor dem Technischen habe ich immer einen riesen Respekt gehabt, aber wenn man will, kann man alles lernen!

idee_it: Erinnerst Du Dich noch an Deine Bewerbung und das Vorstellungsgespräch? Was ist Dir positiv/negativ in Erinnerung?
Birke: Na ja, ich habe den Ausbildungsplatz ja bekommen, insofern habe ich es positiv in Erinnerung.....das was sich vielleicht von anderen Vorstellungsgesprächen unterscheidet, ist das Gruppeneinstellungsgespräch. In diesem Job muss man ja sehr teamfähig sein und dass wurde in diesem Gruppeneinstellungsgespräch getestet. D.h. es gab kleine Spielchen, in denen darauf geachtet wurde, wie das Verhalten in einer Gruppe von MitbewerberInnen ist. Außerdem mussten wir ohne Vorbereitung eine Rede vor der Gruppe halten.

idee_it: Was hältst Du an Deiner Ausbildung für verbesserungswürdig? Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung gut oder besonders?
Birke: Grundsätzlich finde ich es sehr gut, dass die Ausbildung so praxisorientiert ist. Denn man muss auf einer Produktion oft improvisieren und dafür muss man einfach das ganze Equipment oft in den Händen gehalten haben und die Abläufe verstehen. Und wenn man so eine Veranstaltung selber mal mitplant, dann ist natürlich das Verständnis dafür eher vorhanden. Leider fließen die Praxiswochen aber nicht in die Noten auf dem Zeugnis mit ein, was sich irgendwie widerspricht. Denn nach meiner Meinung ist die Praxis so wichtig, dass sie auch auf dem Zeugnis erfasst werden muss, denn in der Theorie nur Einsen zu haben, bringt Dir auf eine Produktion auch nicht viel....

idee_it: Gibt es noch etwas, das Du den Leserinnen gerne mitteilen möchtest?
Birke: Wenn Ihr auch keine Lust auf einen "alltäglichen" Job mit "alltäglichen" Arbeitszeiten habt, Euch für Technik interessiert und Bock auf Teamarbeit mit IndividualistInnen und kreativen Menschen habt....dann ist diese Ausbildung genau das richtige!

Zurück Schrift größer Schrift kleiner Kontakt Druck Ansicht Nach Oben