Wie finde ich das passende Spezialistenprofil?Informieren Sie sich umfassend mit Hilfe der Link- und Literaturtipps über das System und die Anforderungen, die an Sie gestellt werden. Studieren Sie die konkreten Weiterbildungsprofile in aller Ruhe und vergleichen Sie sie mit Ihren Interessen, Fähigkeiten und Ansprüchen.
Kann ich mich ohne festes Arbeitsverhältnis zur IT-Spezialistin weiterbilden?Sie müssen konkrete Voraussetzungen für eine IT-Weiterbildung erfüllen, die der Qualifikation einer ausgebildeten IT-Fachkraft entsprechen. Ob Sie für eine IT-Weiterbildungsmaßnahme infrage kommen, entscheidet ein Eignungstest.
In einem ersten Schritt sollten Sie sich persönlich über Ihre Chancen und Möglichkeiten beraten lassen, z.B. durch ein Gespräch mit Fachleuten des
KIBNET. Kostenlose Beratungshotline, freitags zwischen 15 und 17 Uhr aus dem deutschen Festnetz: Telefon: 0800-4464636.
Wen kann ich in meinem Unternehmen ansprechen? Welche Argumente überzeugen Vorgesetzte?Wenn nicht schon geschehen, vereinbaren Sie ein Gespräch mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Ihrer Personal- oder Weiterbildungsabteilung oder fragen Sie Ihren Betriebsrat, ob schon Vorhaben zur Umsetzung des neuen IT-Weiterbildungssystems geplant sind.
Einen Argumentationsleitfaden zur Vorbereitung auf das Gespräch
finden Sie hier.
Wie wichtig ist die Zertifizierung nach der so genannten DIN bzw. ISO-Norm? Was ist ein TGA-Zertifikat?Viele IT- und Medien-Weiterbildungsangebote klingen auf den ersten Blick vielversprechend. Bei näherem Betrachten jedoch sind zwischen den Qualifikationen, die Sie erwerben können, große Unterschiede festzustellen. Um das Angebot transparenter zu gestalten, sind die neuen zertifizierten Spezialistenprofile entwickelt worden. Das Zertifikat, das Sie nach der Weiterbildung erhalten, weist Ihre persönliche Kompetenz auf dem Gebiet aus und wird ausschließlich von akkreditierten Zertifizierungsstellen ausgestellt. Die Zertifizierung von Personen richtet sich nach der international gültigen "DIN EN 45013".
In welcher Form bildet man sich weiter?Um Ihre Handlungskompetenz zu fördern und Sie zu qualifizieren ist die praktische Arbeit in Projektform unter realen Arbeitsbedingungen als Methode vorgesehen.
Sie erledigen Ihre gewohnte Arbeit in einem zuvor vereinbarten Projekt, dokumentieren Ihre Tätigkeiten und lassen die Ausarbeitungen anschließend von Ihrer Betreuerin oder ihrem Betreuer (Fachbegriff Lernprozessbegleiter bzw. Lernprozessbegleiterin) bewerten.
Was wird zertifiziert?Im Bereich der Weiterbildung zur IT-Spezialistin wird Ihre "Handlungskompetenz" zertifiziert. Ihnen wird bescheinigt, dass Sie bestimmte Prozesse im IT-Ablauf beherrschen und praktisch geleistet haben. Das Zertifikat ist drei Jahre gültig.
Wo melde ich mich zur IT-Weiterbildung an?Ob Sie die Voraussetzung für die Teilnahme an einer speziellen IT-Weiterbildung erfüllen, prüft eine akkreditierte Zertifizierungsstelle durch spezielle Einstellungs- und Eignungstests. Nach Absprache mit Ihrem Arbeitgeber oder Arbeitgeberin melden Sie sich z.B. bei einer der folgenden Stellen an
Wie lange dauert die IT-Weiterbildung zur Spezialistin?Nach Ihrer Anmeldung bei der Zertifizierungsstelle werden Ihre Unterlagen beurteilt. Wenn Sie zur IT-Weiterbildung zugelassen werden, haben Sie in der Regel maximal zwei Jahre Zeit, die Qualifizierung durchzuführen, alle Leistungsnachweise zu erbringen und die "prozessbegleitende Dokumentation" zu erstellen.
Muss ich die Kosten für die Weiterbildung komplett selbst tragen?Nehmen Sie Kontakt zu Beraterinnen und Beratern des für Sie zuständigen Arbeitsamtes auf, um zu erfahren, welche Weiterbildungskurse für Ihre berufliche Situation infrage kommen und welche Zuschüsse Sie ggf. beantragen können.
- Für Angestellte gilt: Wenn Sie in einem Unternehmen fest angestellt sind, sollten Sie mit Ihren Vorgesetzen über den Kostenfaktor sprechen. Überlegen Sie, wie das Unternehmen von dem Projekt profitiert und welche Vorteile Ihr Unternehmen durch das IT-Projekt hat, in dem Sie sich qualifizieren! Mit schlagkräftigen Argumenten können Sie hoffentlich damit überzeugen, dass eine Investition in Ihre Weiterbildung auch für das Unternehmen erfolgsversprechend ist. Ein Unternehmen definiert sich auch und gerade über die Kompetenzen seiner Angestellten.
- Arbeitslos oder ohne Berufsabschluss? Sie sind arbeitslos oder angestellt und besitzen keinen Berufsabschluss? Vielleicht stehen Ihnen Fördermaßnahmen zu. Fragen Sie nach dem Job-AQTIV-Gesetz. Ihr zuständiges Arbeitsamt berät sie.
- Für Aufstiegsfortbildungen zum Operativen bzw. Strategischen Professional haben Sie nach Prüfung des Einzelfalls ggf. Anspruch auf Zuschüsse aus dem Meisterbafög.
Thema PrüfungDie Prüfung in einem der Spezialistenprofile besteht aus drei Teilen:
1. Prüfung der Anmeldevoraussetzungen
2. Prüfung der Dokumentation
3. Fachgespräch über die Dokumentation bzw. die Qualifizierung insgesamt
Prüfung der AnmeldevoraussetzungenDie Zertifizierungsstelle prüft Ihre Unterlagen auf Vollständigkeit und Korrektheit der Projektskizze.
Folgende Unterlagen müssen dazu eingereicht werden:
- eine Versicherung des Unternehmens dass die Qualifizierung arbeitsplatznah und prozessorientiert durchgeführt werden wird
- die Benennung von Lernprozessbegleitern und Lernprozessbegleiterinnen
- die Benennung fachlicher Berater und Beraterinnen
Fragen zum Thema Prüfung?Stellen Sie Ihre Fragen den Mitgliedern im Forum Love-it-plus.
Prüfungen der IT-Professionals werden von den IHK abgenommen. Informationen rund um die Prüfungsverfahren finden Sie unter:
http://www.dihk.de oder
http://www.ihk.de