IT-Berufe Bei den in den Tabellen aufgeführten IT-Berufen handelt es sich um die Berufe Fachinformatiker/in, Informatikkauffrau/mann, Informationselektroniker/in, Elektronikerinnen und Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik, IT-System-Elektroniker/in, IT-System-Kauffrau/mann, Systemelektroniker/in und Systeminformatiker/in. Diese Berufe wurden zwischen 1997 und 2003 neu geordnet und weisen durch ihre vielseitigen Ausbildungsinhalte ein breites berufliches Einsatzspektrum auf.
Das breite Einsatzfeld dieser Berufe zeigt sich in steigenden Zahlen neu abgeschlossener oder insgesamt bestehender Ausbildungsverträge. Bis zum Jahr 2001 ist bei den Neuabschlüssen ein stetiger Zuwachs zu verzeichnen. Dieser Anstieg setzt sich bei den insgesamt bestehenden Ausbildungsverhältnissen noch bis 2002 fort. Können die Frauen in den Boomzeiten der IT-Branche, d.h. in der Zeit von 1997 bis 2001 von dem Zuwachs in diesem Sektor partizipieren, verringert sich ihr Anteil sowohl absolut als auch relativ in den Jahren 2002 und 2003. Liegt der Frauenanteil in den Jahren 1997 bis 2001 zwischen 13,5 % und 14,4 % fällt er seit 2002 teilweise deutlich unter 13 %. Zu den möglichen Ursachen des sinkenden Frauenanteils lesen sie hier mehr.
"Warum der Anteil von Frauen in den IT-Berufen sinkt..."
|
PDF-Dokument (52 KB)
Kennzeichen der IT-Berufe ist ihr hohes Angebot an zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätzen. 2001 werden insgesamt 21.816 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. 2002 stehen alles in allem 53.577 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Beide Jahre markieren damit den jeweils höchsten Stand an Ausbildungsverträgen. Neben dieser Vielzahl an Ausbildungsplätzen bieten die IT-Berufe durch ihr breites Einsatzfeld und die zur Verfügung stehenden IT-Weiterbildungen gute Aussichten für eine berufliche Zukunft.
Die insgesamt geringe Beteiligung von Frauen an den IT-Berufen von durchschnittlich 13,4 % variiert innerhalb der einzelnen Berufsfelder. Weisen die eher kaufmännisch orientierten IT-Berufe sowohl bei den Neuabschlüssen als auch in den Gesamtzahlen Werte zwischen ca. 20 % und 30 % auf, bewegt sich ihr Anteil bei den technisch ausgerichteten Berufen zwi-schen 1 % und 12 %. In beiden Berufsfeldern finden sich die höheren Frauenanteile in den Boomjahren der IT-Branche.
Die Bundesregierung hat in ihrem Aktionsprogramm von 1999 einen Frauenanteil von 40 % in den Berufen des IuK-Sektors gefordert. Auf Bundesebene gibt es in den kaufmännischen IT-Berufen näherungsweise Frauenanteile in dieser Größenordnung. Ein Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigt, dass auch regional diese Richtwerte in einzelnen IT-Berufen erreicht werden. Der bundesweite Trend in den technisch orientierten IT-Berufen ist von diesen Erfolgen weit entfernt.
MedienberufeBei den in den Tabellen aufgeführten Medienberufen handelt es sich um die Berufe Fachangestellte Medien und Informationsdienste, Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Film- und Videoeditor/in, Kauffrau/mann für audio-visuelle Medien, Mediengestalter/in Bild und Ton, Mediengestalter/in für Digital- und Printmedien. Diese Berufe wurden zwischen 1997 und 1998 neu geordnet.
Über alle Berufe gesehen, zeigt sich zwischen 1998 und 2003 ein nahezu paritätischer Anteil an Frauen und Männern. Lediglich der Blick auf die einzelnen Berufe gibt Aufschluss darüber, dass es eine ausgeprägte Streuung in der Beteiligung von Frauen gibt. Der Frauenanteil reicht von ca. 11 % bei dem Beruf Fachkraft für Veranstaltungstechnik im Jahr 2003 bis zu ca. 88 % für den Beruf der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in 1998. Mit einer über die Jahre verteilten durchschnittlichen Beteiligung von 50,2 % bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegt der Anteilswert von Frauen deutlich über dem Wert in den IT-Berufen. Hier ist im selben Zeitraum ein Frauenanteil von 13,4 % zu verzeichnen.
Der hohen Präsenz von Frauen in diesen informationstechnisch orientierten Medienberufen steht die Anzahl an verfügbaren Ausbildungsplätzen gegenüber. 2001 wird in den Medienberufen mit 7.936 neu zur Verfügung gestellten Ausbildungsplätzen das höchste Angebot erreicht. Im gleichen Jahr werden insgesamt 18.932 Männer und Frauen in einem Medienberuf ausgebildet. Diese Zahlen liegen damit deutlich unter dem Angebot in den IT-Berufen.